Kundinnen gewinnen · Lokale Sichtbarkeit

Google Unternehmensprofil optimieren: Die 7 Schritte, die zählen

Von Kirsten Biema · Stand: August 2026

Kurz gesagt: Dein Google-Unternehmensprofil (früher Google My Business) ist der Eintrag, der bei Google und Google Maps neben der Suche erscheint — kostenlos und für lokale Dienstleisterinnen oft wirksamer als jede Social-Media-Strategie. Optimiert ist es mit sieben Schritten: Profil übernehmen, richtige Kategorie, Beschreibung in Kundinnen-Worten, echte Fotos, aktiv erbetene Bewertungen mit Antworten, aktuelle Zeiten und gelegentliche Beiträge.

Wenn jemand in deiner Stadt „Kosmetik“, „Yoga“ oder „Ernährungsberatung“ googelt, entscheidet sich in den ersten drei Sekunden, wer den Anruf bekommt: die drei Einträge mit Karte, Sternen und Fotos ganz oben. Dein Instagram-Feed ist dort unsichtbar. Dein Google-Profil ist genau dort.

Trotzdem stecken viele Dienstleisterinnen Stunden in Social Media — und lassen den Eintrag verwaisen, der ihnen tatsächlich Anrufe bringt. Für lokale Angebote schlägt ein gepflegtes Google-Profil samt Bewertungen jede Instagram-Strategie. Und das Beste: Die Pflege kostet dich keinen Cent und kaum Zeit — wenn du weißt, welche Handgriffe zählen.

Die Agentur-Ratgeber liefern dir dazu 15 bis 20 Tipps. Du brauchst sieben. Hier sind sie, in der Reihenfolge ihrer Wirkung.

Schritt 1: Profil übernehmen — es existiert vermutlich schon

Google legt Einträge oft automatisch an. Such dein Business bei Google Maps: Gibt es den Eintrag, klickst du „Inhaberschaft beanspruchen“ und bestätigst per Video, Telefon oder Brief, dass er dir gehört. Gibt es ihn nicht, erstellst du ihn kostenlos über Google Unternehmensprofil — du brauchst dafür nur ein Google-Konto. Ohne diesen Schritt schreibt das Internet über dich, ohne dass du mitreden kannst.

Schritt 2: Die richtige Kategorie — wichtiger als alles andere

Die Hauptkategorie entscheidet, bei welchen Suchen du überhaupt auftauchst. Wähle die spezifischste, die passt: „Kosmetikstudio“ statt „Schönheitspflege“, „Ernährungsberaterin“ statt „Beratung“. Zusatzkategorien darfst du ergänzen — aber die Hauptkategorie trägt das Ranking. Wenn du hier rätst, verpufft alles Weitere.

Schritt 3: Beschreibung und Leistungen — in den Worten deiner Kundinnen

Die Beschreibung ist kein Ort für „ganzheitliche Wohlfühlmomente in exklusivem Ambiente“. Sie ist der Ort für die Worte, mit denen Menschen suchen: Behandlungen, Probleme, Anlässe. Liste unter „Leistungen“ jede einzelne Leistung mit Preis oder Preisspanne — jede ist eine zusätzliche Chance, gefunden zu werden. Woher du die richtigen Worte nimmst? Aus deiner Zielgruppenanalyse — die Formulierungen deiner Kundinnen sind deine besten Suchbegriffe.

Schritt 4: Echte Fotos schlagen schöne Fotos

Räume, Gesicht, Arbeit: Menschen wollen vor dem ersten Termin sehen, wo sie hinkommen und wer sie empfängt. Ein Dutzend ehrlicher Handy-Fotos bei Tageslicht wirkt stärker als drei sterile Stock-Bilder — und Profile mit Fotos bekommen nachweislich deutlich mehr Anfragen als leere. Einmal im Quartal zwei neue Fotos genügen, damit das Profil lebendig bleibt.

Schritt 5: Bewertungen — erbitten, nicht erhoffen

Sterne sind das Erste, was jede Suchende sieht — und Bewertungen entstehen nicht von allein, sondern auf Einladung. Der Weg ist derselbe wie beim Empfehlungsmarketing: im Moment des Dankes fragen. „Das freut mich riesig — magst du das in zwei Sätzen bei Google teilen? Das hilft mir mehr als jede Anzeige.“ Schick den Direktlink zur Bewertung gleich mit, das halbiert die Hürde.

Und dann: Antworte auf jede Bewertung. Kurz, persönlich, dankbar — auch auf die kritische, dort besonders ruhig und lösungsorientiert. Jede Antwort zeigt allen künftigen Leserinnen: Hier kümmert sich jemand.

Schritt 6: Zeiten und Angaben aktuell halten

Nichts kostet schneller Vertrauen (und Ranking) als falsche Öffnungszeiten. Prüfe einmal im Monat: Zeiten, Telefonnummer, Adresse, Website-Link, Feiertage. Fünf Minuten — und der häufigste Grund für verlorene Anrufe ist beseitigt.

Schritt 7: Gelegentliche Beiträge — klein, aber sichtbar

Über „Beiträge“ kannst du Neuigkeiten, Angebote oder freie Termine direkt im Profil zeigen. Das ist kein zweites Social Media: Ein Beitrag alle zwei bis vier Wochen reicht völlig — ein neues Angebot, eine Antwort auf eine häufige Frage, ein Foto aus dem Alltag. Google belohnt lebendige Profile, und Suchende sehen: Hier ist jemand da.

Der ehrliche Rahmen: Was das Profil kann — und was nicht

Ein optimiertes Profil macht dich auffindbar für Menschen, die schon suchen. Es erzeugt keine Nachfrage aus dem Nichts, und es ersetzt weder ein klares Angebot noch funktionierende Empfehlungswege. Es ist ein Baustein deiner Sichtbarkeit — für lokale Dienstleisterinnen allerdings der mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung, das wir kennen: einmal zwei Stunden einrichten, danach eine Viertelstunde pro Monat.

Du musst nicht alles allein rausfinden.

Im ShEO Club baust du die Grundlagen für dein Online-Business — mit Menschen, die deine Fragen kennen, und zwei Live-Calls im Monat.

Komm in den ShEO Club — 47 $/Monat Preis zzgl. MwSt. · Monatlich kündbar. Keine Mindestlaufzeit.
Kirsten Biema — Business-Mentorin fürs Online-Business

Kirsten Biema ist seit 26 Jahren selbstständig, davon zehn im Online-Business. Sie hält den ShEO Club — den Business-Club für alle, die ihr Online-Business aufbauen oder ausbauen wollen. Mehr über Kirsten: kirstenbiema.com

Häufige Fragen

Was ist das Google-Unternehmensprofil?

Das Google-Unternehmensprofil — früher Google My Business — ist der kostenlose Unternehmens-Eintrag, der bei Google-Suchen und auf Google Maps erscheint: mit Adresse, Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungen und Kontaktmöglichkeiten. Für lokale Dienstleistungen ist er oft der wichtigste einzelne Auffindbarkeits-Faktor.

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?

Nein, das Profil ist vollständig kostenlos — Anlegen, Verwalten, Beiträge und Bewertungen eingeschlossen. Anrufe von angeblichen „Google-Partnern“, die für Eintrag oder Optimierung Geld verlangen, kommen nicht von Google. Alles, was zählt, kannst du selbst in wenigen Stunden erledigen.

Wie bekomme ich mehr Google-Bewertungen?

Durch Erbitten im richtigen Moment: Wenn eine Kundin sich bedankt, frag freundlich nach zwei Sätzen bei Google und schick den direkten Bewertungslink mit. So kommen stetig echte Bewertungen zusammen. Gekaufte oder erfundene Bewertungen sind tabu — sie sind unlauter und können dich Profil und Ruf kosten.

Wie schnell wirkt ein optimiertes Google-Profil?

Seriös lässt sich kein Datum versprechen — das hängt von deiner Region, der Konkurrenz und deinem Bewertungsstand ab. Beobachtbar ist: Vollständige Profile mit aktuellen Fotos und beantworteten Bewertungen werden deutlich häufiger angeklickt und kontaktiert als leere. Die Statistiken im Profil zeigen dir selbst, wie sich Aufrufe und Anrufe entwickeln.

Brauche ich eine Website für das Google-Unternehmensprofil?

Nein — das Profil funktioniert auch ohne Website und kann für lokale Dienstleisterinnen am Anfang sogar die Website ersetzen: Leistungen, Preise, Fotos, Bewertungen und Kontakt sind ja dort. Eine eigene Website wird wichtig, sobald du mehr erklären willst, als der Eintrag fasst — dann verlinkst du sie einfach im Profil.